5 Gründe, warum du in deinen (Ernährungs- und Bewegungs-) Gewohnheiten feststeckst

 

GewohnheitenDer große Umzug in dein neues Expat-Domizil liegt schon einige Zeit hinter dir und du fühlst dich angekommen. Angekommen im neuen Land und angekommen in deinen alten oder neuen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Einige konntest du vielleicht aus deiner „alten“ Zeit übernehmen, andere haben sich aufgrund der neuen Umgebung erst entwickelt. Alles gut soweit.

 

Außer, du bist damit nicht zufrieden und willst an diesen Gewohnheiten etwas ändern!? Vielleicht hast du es auch schon mal probiert. So ganz heimlich und zaghaft oder auch mit Hauruck und großem Tamtam. Je nach Persönlichkeit probieren wir es im stillen Kämmerlein allein oder weihen alle ein und holen uns beim angeblichen Scheitern die tollen Kommentare ab. Wie auch immer deine Strategie ist, für den nächsten Versuch solltest du wissen, warum du überhaupt in deinen alten Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten feststecken könntest.

 
 

1. Du machst das nicht aus eigener Überzeugung, du willst es nicht für dich

Das liebe Umfeld…. Fluch und Segen zugleich. In diesem Fall ist es wohl eher Fluch. Falls jemand aus deinem Umfeld dich ständig anhält, gesund zu essen, dich mehr zu bewegen, dies nicht zu machen dafür lieber jene Gewohnheit zu etablieren, dann nervt das. Das kann der Partner sein, der plötzlich sein Leben umkrempelt und dich dabeihaben will. Das kann der Arzt sein, der sagt „Jetzt wird es aber Zeit…“. Oder du fühlst dich in deinem neuen Expat-Umfeld unter Druck gesetzt „mitzuhalten“.

 

Das sind die denkbar schlechtesten Voraussetzungen etwas wirklich konsequent durchzuhalten. Warum? Weil du es nicht für dich tust! Du machst es nicht aus eigener Überzeugung. Jemandem etwas zu liebe zu machen kann man nicht dauerhaft durchhalten. Das macht unglücklich und krank.

 

Bevor du dich für eine neue Gewohnheit entscheidest, prüfe ob es wirklich aus deiner eigenen Überzeugung entstanden ist. Einen Antrieb, eine Idee oder ein kleiner Schups darf ruhig von außen als Initiator kommen. Doch dann soll der Schwung zum leichten Durchhalten von dir selbst kommen. Wenn das nicht der Fall ist, nicht gleich verzweifeln. Wahrscheinlich ist gerade dann nicht der richtige Zeitpunkt für eine Änderung deiner Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten. Einfach später noch mal reinhören, dein Körper sagt und zeigt dir schon, wann es Zeit ist etwas zu ändern.

 
 

2. Die Antwort auf die Warum-Frage ist nicht passend

Warum soll ich mir das tägliche Eis verkneifen? Warum soll ich um 5.00Uhr aufstehen und laufen gehen? Wenn du keine richtig gute Antwort auf diese Frage hast, dann wird es schwer bei der Umsetzung. Ohne eine richtig ehrliche Antwort ist es ein ständiger innerer Kampf. Ein Kampf, der dich müde macht. Dann fühlt sich jeder Versuch, etwas am Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu ändern, an wie eine Abwärtsspirale. Wenn du jedoch eine Antwort hast, hinter der du voll und ganz stehst und die du auch vielen Menschen erzählst, dann erzeugt das Energie. Dann kannst du abends nicht einschlafen und morgens wachst du mit Tatendrang auf.

 

Wie kommst du zu dieser Antwort oder wie kommst du am schnellsten zu der Antwort auf die Warum-Frage? So! Jetzt habe ich dich. Schnell geht hier schon mal gar nichts. Schon bei diesem Schritt ist etwas Geduld und Feingefühl notwendig. Gib dir ein bisschen Zeit und vertrau auf dein Bauchgefühl, dann wirst du die wahren Beweggründe für eine Veränderung bei dir finden. Geduld und Feingefühl sind zudem zwei Zustände, denen du beim Veränderungsprozess immer wieder begegnest und am Ende werdet ihr wohl Freunde.

 
 

3. Vor lauter Bäumen siehst du den Wald nicht

Wo soll ich ansetzten? Zuerst das Frühstück austauschen? Die Laufschuhe schnüren, das Fitness Abo oder doch zuerst eine App installieren? Den Personal Trainer engagieren, ein Buch kaufen, einen Onlinekurs machen oder was ist der perfekte erste Schritt? Ich kann es dir nicht sagen, bzw. nicht so aus der Ferne ohne dich zu kennen. Was für dich der erste Schritt ist, könnte ich mit dir gemeinsam rausfinden. Dazu müsste ich deine Lebensumstände kennen, deine Ressourcen, dein Ziel, deine Helfer.

 

Jetzt, so aus der Ferne kann ich nur sagen: Mach was! Leg los! Such etwas, dass du noch heute umsetzen kannst und dann setz den gedanklichen Haken danach hinter deiner Umsetzung. Handeln ist Bewegung und Bewegung erzeugt Energie, die brauchst du jetzt. Nimm die leichteste, kleinste Veränderung noch heute vor oder jetzt auch gleich: Bevor du weiterliest nimmst du dein Laptop, Handy oder Tablet und suchst dir einen anderen Ort zum Lesen. Wenn du ganz klassisch am PC liest, steht jetzt auf, beweg dich, Streck dich, beug dich und komm‘ zurück.

 
 

4. Du siehst nur ein oder zwei Puzzleteile in dem Ganzen

Wie war die kleine Bewegungspause? Verstehe… du hast sie nicht gemacht?
Wir sollten also mal über deinen ersten möglichen Schritt reden. 😉

 

Kommen wir zum großen Ganzen. Das große Ganze im Auge zu behalten ist entscheidend für deinen Erfolg. Das große Ganze ist wie ein fertiges Puzzle. Ernährung und Bewegung sind zwei ganz wichtige Teile in diesem Puzzle aber die beiden alleine ergeben noch kein perfektes Bild. Was sind die anderen Puzzleteile die dir helfen, aus eingefahrenen Gewohnheiten zu entfliehen?

 

  • Regelmäßig soziale Kontakte mit Menschen die dir guttun.
  • Finanziellen, spirituellen und gedanklichen Freiraum zu haben.
  • Kreativität ausleben können: künstlerisch, musikalisch, literarische etc.
  • Arbeit, die dich erfüllt
  • Ausreichend Erholung
  • Und meine beiden Lieblingsthemen: Bewegung und Ernährung oder auch Körper und Gesundheit genannt.

 

Alle diese Puzzleteile können wir meistens nicht gleichzeitig „bespielen“. Ist auch nicht zwingend notwendig. Denn die Bereiche ergänzen sich gegenseitig und bilden kleine, feine Untereinheiten vom großen Ganzen.

 

Bleiben wir bei den Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Wenn du diese beiden im Griff hast und nicht ständig über die Stränge schlägst, haben die Beiden einen Riesen-Impact auf andere Lebensbereiche. Wenn du das verinnerlicht hast und einmal selbst diesen Impact gespürt hast, gibt das auch manchmal die entscheidende Antwort auf die Warum-Frage. Weil du mit neuen Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten auch andere Lebensbereiche stärkst.

 

Und noch einen Grund für die Warum-Frage. Keiner der anderen Bereiche kann soviel ausgleichen wie das Thema Ernährung und Bewegung. Wenn du finanziell frei bist, kannst du dir alles kaufen, jedoch keine Gesundheit. Fang bei der Basis an und der Rest kommt nach und nach.

 
 

5. Zu viele erfolglose Versuche dämpfen deine Motivation

Wenn mir jemand sagt: „Ich kann das nicht, ich haben schon zig Versuche unternommen“ dann passt ein Sprichwort perfekt als Antwort: „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Es reicht nicht, sich einmal mit der Idee zu beschäftigen, loszulegen und zu erwarten, dass es klappt. Das wäre so, als wenn ich einmal beim Kunstturnen zuschaue und dann selbst an den Stufenbarren gehe. Da werde ich mich sicherlich einige Zeit hängend über den Boden halten können, doch eine atemberaubende Show gelingt so nicht. Da braucht es mehr Impulse, Übung, Versuche und Hilfe.

 

Sieh es einfach ein: auch du brauchst bei hartnäckigen Versuchen einfach mehr Anläufe. Das hat nichts mit Unfähigkeit oder Faulheit zu tun, das ist einfach auch unser menschliches Wesen. „Lass es weiter tropfen!“. Soll heißen, bleib dran und mach weiter, dann wird der Stein gehöhlt und hat irgendwann die gewünschte Form. Ein Tropfen ist kein Dampfstrahler, ein Tropfen ist eine kleine Veränderung die du lange durchhalten kannst. Dann wird sich der Erfolg automatisch einstellen. Ein Tropfen kann zum Beispiel sein:

 

  • Jeden Tag etwas über Ernährung, Bewegung und Gewohnheiten zu lesen
  • Dein Daily-Workout von 20min,
  • Deine 2-Minuten Meditation
  • Deine 10 tiefen Atemzüge Zwischendurch
  • Deine tägliche Vitamintablette oder
  • Deine drei Fischmahlzeiten pro Woche ….

 

Es gibt eine Menge Kleinigkeiten, die wie Tropfen auf deinen persönlichen Stein wirken. Nutze sie!

 

Und, hast du dich wiedererkannt? Oder steckst du in einer ganz anderen Ecke fest? Was sind deine Schwierigkeiten beim Gewohnheiten ändern? Schreib es mir als Kommentar. Ich antworte dir auch persönlich darauf.

 
 
SinaÜber die Autorin

Sina lebte bis Juni 2016 als Expat-Partnerin in Mexiko. Sie ist Spezialistin & Coach für Bewegung und Ernährung und genau dort liegt auch ihre Leidenschaft. Sie will Expat-Partner für Sport und Ernährung begeistern und bei Anlaufschwierigkeiten helfend unterstützen.
 

Hier gibt’s mehr über Sina: entweder auf ihrem persönlichen Blog aus Mexiko, in unserer Community auf Facebook oder als Premium Personal Trainerin.

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