Mehr Leichtigkeit im Expat-Alltag

BraingymHand auf´s Herz: Wie viele von Euch hatten schon einmal die Nase voll vom Expat-Leben? Haben gefühlt, wie schwierig es ist, in einem neuen Land anzukommen, wie viel Anstrengung es braucht, um sich ein einer fremden Kultur den Alltag einzurichten oder wie lange es dauert, bis man neue Freunde gefunden hat? Ohne jetzt eine Echtzeitumfrage zu starten, kann ich mir vorstellen, dass auf den verschiedenen Kontinenten mehrere ExpatPartner ihre Hand heben.

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Fensterputzer

Inzwischen leben wir seit über 4 Jahren nicht mehr in unserer “Passport-Country” und dieser internationale Life-Style ist für mich inzwischen sehr normal geworden. In einer anderen Sprache zu sprechen, einen Umzug bzw. die eigene Entsendung zu organisieren und immer wieder Neuland, im wahrsten Sinne des Wortes, zu betreten, bringt mich so schnell nicht mehr ins wanken.

 

Bei einem netten Gespräch mit einer Freundin haben wir uns kürzlich über ein paar Schmankerl aus verschiedenen Gastländern amüsiert. Ich erzählte unter anderem, wie meine Hausfee mich fragte, welche Seite ich von der Wendebettwäsche denn gerne oben haben wolle? So ganz hatte ich die Frage zwar nicht verstanden, entschied mich aber stirnrunzelnd für „die gestreifte Seite“. Als ich abends dann meine Tochter ins Bett brachte, wußte ich was meine Hausfee gemeint hatte: gemäß meiner gestreiften-Seiten-Wahl, hatte sie den Bettbezug aufwändig um die Matratze gezogen bzw. die Matratze in den Bettbezug irgendwie hineinbefördert.

 
 
 
 
 

Für Entdecker und Weltenbummler


 
 

Aber Spaß bei Seite- meine Freundin fragte mich, welche Dinge ich rückblickend vor unserem ersten Adventure gerne gewusst hätte. Da musste ich wirklich intensiv in mich gehen, denn inzwischen ist das “ Unbekannte” so bekannt für mich geworden, dass ich mich quasi als betriebsblind bezeichnen würde.

 

Nach langem Überlegen kam ich aufgrund meiner individuellen Erfahrung zu diesen 5 Punkten, die ich heute gerne mit Euch teilen möchte:

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Sind sie strapazierfähiger und psychisch belastbarer als andere Kinder?
 

Ute Limacher-Riebold ist selbst ein ATCK (Adult Third Culture Kid) und lebt seit ihrer Kindheit im Ausland. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung arbeitet und unterstützt sie Expat Familien bei deren neuem Leben in der Fremde. Vor kurzem habe ich an einem ihrer Workshops zum Thema „Resilienz“ in Den Haag teilgenommen. In einem anschließenden Gespräch erfuhr ich, dass sie auch gezielt Workshops anbietet, in denen uns Expat Eltern erklärt wird, wie wir unseren Nachwuchs ebenfalls unterstützen können, widerstandsfähiger zu werden. Es stellte sich heraus, dass wir Expats insbesondere die vielen verschiedenen Kontexte/ Kulturen dafür nutzen können. Natürlich habe ich sie sofort gefragt, ob sie für unseren Blog und unsere Leser ihr Wissen teilen möchte. Heute schreibt sie daher auf Deutsch nur für uns:


 
 

Resilienz ist nicht angeboren, aber sie ist lernbar!


 
Resilienz in Kindern
 

Es ist ganz wichtig unsere Expat Kinder (Kinder, die im Ausland aufwachsen und öfters umziehen) dabei zu unterstützen, resilient(er) zu werden. Wenn ein Kind bspw. hinfällt hat es den natürlichen Drang wieder aufzustehen. Es kann eine sehr schmerzhafte Erfahrung sein, die das Wiederaufstehen erschwert.
 
Eltern, Lehrer und das gesamte soziale und schulische Umfeld können ein Wesentliches dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen beim Wiederaufstehen zu helfen und so bei der Bildung von Resilienz zu unterstützen.
 
 
 
Egal ob es sich um schwierige Situationen in der Familie oder Misserfolge in der Schule geht. Um schwierige Herausforderungen erfolgreich zu meistern bedarf es mehrerer Faktoren. Dabei geht es nicht darum gute Noten zu schreiben oder Hochleistungen zu erbringen. Read more

Gehen wir für mehr als nur ein paar Wochen Urlaub in ein fremdes Land, werden wir zum Teil mit einem völlig anderen Way of Life konfrontiert. Nicht nur, dass vielleicht das Essen und das Klima ein anderes ist. Auch Lebenskonzepte, soziale Gerechtigkeit, Armut, Kriminalität oder was richtig und was falsch ist, weichen in anderen Ländern und Kulturen häufig stark von unseren Vorstellungen ab. Der Kulturschock ist eine Stressreaktion des Psyche und des Körpers auf diesen neuen Way of Life.
 
 
 
 
 
 
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Umziehen in ein exotisches Land kann auch herrlich aufregend sein. Neugierig und enthusiastisch begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise. Insbesondere uns Mitreisenden öffnen sich ganz neue Türen und Möglichkeiten, weil wir endlich soviel mehr Zeit und zumindest anfangs wenig Verpflichtungen haben. Manche Menschen mögen ja keine Veränderungen, doch ich finde das immer spannend. Und so mach ich es mir zur Aufgabe, meine neue Heimat schnellstens kennen zu lernen und zu entfremden. Großartig, da krempel ich doch direkt mal die Ärmel hoch und los gehts.
 
routine

Ich geniesse es also erstmal keinen Termindruck zu haben. Nicht um 8 Uhr irgendwo pünktlich auf der Matte zu stehen, Arbeitsleistung zu zeigen und danach die Kinder auch bis spätestens vier Uhr aus dem Kindergarten abgeholt zu haben. Das war doch häufig sehr stressig.
 

Nun leben wir in Holland, Nordholland um genau zu sein. Und auch hier war und ist mein Expeditionsbedarf ungebremst. Nur die Dynamik fehlt! Für mich ist das kein Widerspruch. Was ich vielmehr meine ist, wenn Du anfangs das Fehlen von jeglicher Routine so herrlich befreiend findest, landest Du vielleicht ähnlich wie ich irgendwann an dem Punkt, dass Du nichts mehr geschafft bekommst!? Read more