Mehr Leichtigkeit im Expat-Alltag

BraingymHand auf´s Herz: Wie viele von Euch hatten schon einmal die Nase voll vom Expat-Leben? Haben gefühlt, wie schwierig es ist, in einem neuen Land anzukommen, wie viel Anstrengung es braucht, um sich ein einer fremden Kultur den Alltag einzurichten oder wie lange es dauert, bis man neue Freunde gefunden hat? Ohne jetzt eine Echtzeitumfrage zu starten, kann ich mir vorstellen, dass auf den verschiedenen Kontinenten mehrere ExpatPartner ihre Hand heben.

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Gehen wir für mehr als nur ein paar Wochen Urlaub in ein fremdes Land, werden wir zum Teil mit einem völlig anderen Way of Life konfrontiert. Nicht nur, dass vielleicht das Essen und das Klima ein anderes ist. Auch Lebenskonzepte, soziale Gerechtigkeit, Armut, Kriminalität oder was richtig und was falsch ist, weichen in anderen Ländern und Kulturen häufig stark von unseren Vorstellungen ab. Der Kulturschock ist eine Stressreaktion des Psyche und des Körpers auf diesen neuen Way of Life.
 
 
 
 
 
 
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KulturmerkmaleIm ersten Beitrag dieser Reihe ging es vor allem darum erst einmal zu definieren, was Kultur den eigentlich ist. Kulturwissenschaftler wie Geert Hofstede, Edward T. Hall, Gerhard Maletzke, Fons Trompenaars oder auch Alexander Thomas arbeiten aber auch seit den 70ern daran, herauszufinden, welche Merkmale für Kulturen denn eigentlich typisch sind und haben unterschiedliche Modelle entwickelt, die Kulturen voneinander unterscheiden und dadurch vergleichbar machen. Einige dieser Theorien betiteln diese Besonderheiten als Dimensionen, andere Standards. Wir haben in diesem Artikel die wichtigsten dieser Unterscheidungsmerkmale einfach einmal zusammengefasst – ganz unwissenschaftlich, dafür aber besonders praxisbezogen ☺…

 
 
 
 

Wie sich Kulturen voneinander unterscheiden


 
 
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Kulturschock Titel

Es geschah in einer Bar im belebten Geschäftszentrum Jakartas: An einem Freitagnachmittag saß ich mit einer Kollegin bei einem Afterwork-Drink zusammen. Hinter mir lagen vier Wochen Praktikum in einem Kulturinstitut und genauso viel Wochen in Indonesien, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben war. Eigentlich wollte ich über meinen bunten Drink relaxen und mit meiner Freundin ein paar lustige Stunden verbringen.

 

Aber irgendwie ging es mir nicht gut. Die Musik in der Bar empfand ich als nervend, den Typ, der bediente, auch. Überhaupt fühlte sich meine Umgebung plötzlich unheimlich dunkel an, trotz farbenfrohen Cocktails und lebendigen indonesischen Gewusels um uns herum. Ich fühlte mich erschöpft und schlapp. Die Erinnerungen an tausend kleine ver-wirrende Begebenheiten der letzten Tage rannten durch meinen Kopf, solche wie gerade kurz zuvor im Büro: Warum schaut der eine Hausmeister immer auf den Boden, wenn er mit mir spricht? Und was reden die Leute eigentlich die ganze Zeit? Was geht jetzt hier überhaupt wieder ab? Mir wurde auf einmal klar, dass ich seit meiner Ankunft ständig damit beschäftigt war, die gegenwärtige Situation zu klären und dass das nicht mehr aufregend war wie anfangs, sondern mich ganz schön schlauchte. Druck stieg in mir auf und ich konnte plötzlich nicht mehr sprechen. „Sag mal, ist alles ok mit Dir?“, fragte mei-ne Freundin und sah mich prüfend an. Das brachte meine Augen zum überlaufen, Tränen schossen meine Wangen hinab. Nein, nichts ist ok. Alles ist furchtbar und ich muss jetzt einfach heulen! Warum, konnte ich meiner Freundin aber gar nicht sagen. Ich meinte nur noch: „Mir ist das grad alles ein bisschen zu viel.“

 

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Zugehörigkeit 2Mein heutiger Artikel ist das Resultat eines – nennen wir es mal – sehr emotionalen Momentes, den ich vor ein paar Wochen erlebt, verewigt und dann erstmal in eine Schublade ganz weit unten habe verschwinden lassen… Vielleicht aus Angst, dass er nicht in meinem Sinne gelesen würde, sondern stattdessen genau das provoziert, was dieser Blog eigentlich versucht zu verhindern. Denn diese Zeilen entstanden an einem dieser nicht so guten Tage meines Lebens als ExpatPartner, nämlich in einem Anflug von ExpatBlues. In einem Moment, den die Kulturwissenschaft als „Kulturschocksymptom“ bezeichnen würde. Weil ich aber selbst da weder zutiefst erschüttert noch lebenslang traumatisiert durch Istanbul rannte, finde ich den Begriff „Schock“ irgendwie nicht besonders treffend. Vielmehr handelt es sich ja um den Eingewöhnungsprozess in einem fremden Umfeld, der sich – wie der Begriff schon vermuten lässt – über Monate hinzieht und der mit allerlei spannenden Gefühls-Auf-Und-Abs daherkommt.

 

Naja… jedenfalls hatte ich jüngstens das zweifelhafte Vergnügen, die volle Breitseite des o.g. ExpatBlues restlos auszukosten und heute – ein paar Wochen später – möchte ich diesen Moment gerne mit euch teilen. Nicht um euch als zukünftige Expats zu entmutigen oder als resigniert abgestempelt zu werden. Sondern weil euch und mir vermutlich kein Buch, keine ausgefeilte Strategie und kein noch so tolles Entsendungstraining dieser Welt diese Gefühlsachterbahn ersparen kann.

 
 

Diesmal: „ZUGEHÖRIGKEIT“

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